Drehsa
Keine Siedlung ohne Wasser

Inhalt Erich Händler
Schreiber Steffen Biedermann
Für die Siedler war das Steindörfler Wasser erste Wasser-Quelle – entsprechend waren die ersten Grundstücke und Häuser am Wasser angesiedelt.
Das war so um 1429 , also vor ca. 600 Jahren

200 Jahre später wurden Brunnen auf dem Gutsberg – dem Gut angelegt.
Die Brunnen waren Handschachtungen und mit Feldsteinen ausgemauert.
Ersterer war 10 m tief.
Zweiter war 14 bis 15 m tief und befindet sich zentral auf dem Wirtschaftshof neben der Pferdetränke.
Dies geschah alles auf Initiativen von C R G V (siehe Brunnenrand). Es war Caspar Rudolf Gottlob von Metzradt.
Das war so um 1627, also vor ca. . 400 Jahren.
Die Häusler des Ortes begannen durch Brunnengrabungen ihre Wasserversorgung zu verbessern - bezüglich Qualität und Quantität.
Nahezu jeder Hof hatte einen Brunnen. Insgesamt zählte man 43 Brunnenanlagen. Alle in Handschachtung erstellt . Ausgemauert wurde mit Feldsteinen und später mit Ziegelsteinen. Es ging bis 10m tief – mindestens aber 4 Meter. Die Brunnendurchschnitte lagen bei ca. einen Meter Noch heute sind viele Brunnen in Betrieb. 

  Sogar Schwengelpumpen sind noch installiert. Sowohl als Holzständer als aus Gußeisen.            
Das war so um 1800, also vor ca. 200 Jahren.

Viel später erfolgte der Anschluss an die Fernwasser-Versorgung - für alle Grundstücke. Mit einem Bagger erfolgte mühselig die Verlegung durch die Firma Gneuß.
Das Hauptrohr bestand aus Asbestzement. Die Grundstücksanbindung erfolgte mit Stahlrohren.
Neben diversen Reparaturen und Erweiterungen
Das war
 1967, also vor 50 (!) Jahren.
Da nun Wasser nicht mühselig aus dem Brunnen geholt werden musste sondern jederzeit ausreichend verfügbar war ,stieg natürlich der Wasserverbrauch. Die überlastetete das „Abwassersystem“. Dies war ,wie üblich in den Dörfern , offen als Graben ausgelegt!
Heute noch am Ortseingang von der Weißenberger Strasse aus in Nutzung(!)
Ein Gemeindebeschluss Zeigte den aufbau eines Abwassersystems vor. In großer Eigeninitiative erfolgte mit hohen Anteil der Dörfler die Realisierung. Man denke auch an die Schwierige Materialbeschaffung. Das Rohrsystem wurde vorwiegend in den vorhanden Abwassergraben verlegt. Und dieser verschüttet. Hierbei wurde der Bürgersteig auf der Dorfstrasse angelegt. Auch hier war die Materailbeschaffung mühselig und „einfallsreich“.
Das geschah so um 1970/71, also vor 47 Jahren.
Es war Zeit und Notwendig wegen des Zustandes, der Umweltbelastung und der Fördermittelzuteilung
das Abwasser- Rohr-System durch moderne PE-Rohre zu ersetzen! Alles wird zukünftig in einem Klärwassersystem gereinigt.
Gleichzeitig werden neue PE-Rohre für die Frischwasserversorgung verlegt. 
All das geschieht 2017 und 2018 – siehe Baumaßnahmen auf den Dorfstrassen 


 

Kleine Ausstellung - Rohrkunde im Wasserturm zum Kartoffelfest 2017


                                                       
Erich Händler mit Informationen und Geschichten zu Technik und Aktionen rund um Frisch- und Abwasser. 




Seine kleine  informative Ausstellung